Minimalismus für Anfänger & Fortgeschrittene

Minimalismus für Anfänger & Fortgeschrittene

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Minimalismus ist für mich eine der größten Bereicherungen meines Lebens der letzten Jahren. In diesem Post kannst du nachlesen, welche Vorteile Minimalismus mit sich bringt. Am Beginn jeder Minimalismus-Reise steht ausmisten, ausmisten und ausmisten! Hier möchte ich dir nun zeigen, wie Minimalismus auch für Anfänger ganz leicht umsetzbar und in den Alltag integrierbar ist – ohne, dass man gleich das gesamte Leben umkrempeln muss.

Spätestens seit Marie Kondos Buch und Netflix-Serie über die Magie des Aufräumens sind wir im Aufräumwahn. Ihre Methode (Konmari Methode) ist simpel: Räume jeden Schrank, jeden Ordner, jede Schublade leer, schaue dir an was du hast und behalte nur, was in dir wirklich Freude auslöst. So einfach, so gut, oder?

Naja – obwohl ich schon einige dieser radikalen Ausmist-Marathons hinter mir habe, bin ich immer noch nicht an meinem Ziel angelangt: nämlich dauerhafte Ordnung, simple minimalistische Ästhetik in jedem Zimmer und nur Besitz, wovon man jedes einzelne Stück aus einem brennenden Haus retten möchte. Die Konmari Methode hat mir zwar geholfen meine Sweater zu falten aber in vielen anderen Bereichen wenig geholfen. Denn im Endeffekt hat keine meiner drei Schöpfkellen Freude in mir ausgelöst, weshalb ich sie einfach alle behalten habe. Genauso wie das furchtbar hässliche T-Shirt, das man vielleicht doch auch noch zum Schlafen anziehen kann und das fünfte Handyladekabel könnte man ja eventuell noch irgendwann brauchen, wenn die anderen vier auf unvorhersehbare Weise verloren gehen. Und bei manchen Dingen hat es für mich einfach keinen Sinn gemacht, sie zu entsorgen z.B. meine Sammlung italienischer Gewürze, die alle gut aber irgendwie doch gleich schmecken und die toll riechenden Parfum-Proben.

Um trotzdem über längere Zeit meinen Besitz zu reduzieren und nicht wieder im Chaos zu versinken, habe ich mir zwei Regeln aufgestellt:

1. Trenne dich jeden Tag von 2 Dingen.

Das können Kleinigkeiten sein, wie eine aufgebrauchte Shampoo-Probe, alte durchlöcherte Socken und CDs von einer Band, die es nicht mehr gibt – oder auch größeres, wie das hübsche Paar Schuhe, das dir leider nur Blasen beschert, ein Buch aus der Uni- oder Schulzeit oder die Skinny-Jeans, die seit 2 Jahren nicht mehr passt. Mit jedem Ding, das geht, lichtet sich das Chaos und man gewinnt immer mehr die Erkenntnis, was wirklich wichtig und unverzichtbar ist. Ich mache diese Methode seit über einem Jahr und finde unglaublicher Weise immer noch jeden Tag etwas zum „decluttern“. Innerhalb von einem Jahr kannst du so 730 Dinge entrümpeln! Du glaubst nicht, dass du überhaupt so viel besitzt? Try it!

2. Kommt eins rein, muss eins gehen.

Das ist die beste Methode für Minimalismus-Anfänger und Fortgeschrittene, um den Bestand klein zu halten. Kauft man sich ein neues Paar Sneaker, muss ein altes Paar Sneaker dafür raus. Ich finde allerdings nicht, dass man sich bei dieser Methode immer auf die gleiche Kategorie beschränken muss. Ganz im Gegenteil: Mich motiviert es wieder meine ungeliebten Ordner mit Papierkram auszumisten, wenn ich mir ein neues Kochbuch gekauft habe. Oder doch noch einmal zu überlegen ob ich wirklich 25 Paar Socken brauche, wenn ich stattdessen eine neue Topfpflanze haben kann. So schafft man es, seinen Besitz nicht nur von der Anzahl her stabil zu halten, sondern auch einen Shift von unwichtigen zu geschätzten Dingen zu machen. Übrigens: diese Methode wende ich nicht für Sachen an, die man jeden Tag verwendet und nach dem Aufbrauchen sofort wieder nachkauft wie Zahnpasta, Salz & Pfeffer und Batterien.

Noch ein Paar Minimalismus-Einsteiger-Tipps:

Falls du (wie fast jeder Minimalismus-Anfänger) Probleme damit hast, dich von Dingen zu trennen und funktionsfähige Sachen nicht einfach entsorgen möchtest:

  • Versuche sie zu verkaufen und dir z.B. bei ebay etwas dazuzuverdienen.
  • Spende sie für einen guten Zweck oder stelle einfach mal einen Karton mit „zu verschenken“-Aufschrift an die Straßenecke.
  • Frage bei Freunden und Verwandten nach, ob sie etwas brauchen aber zwinge ihnen nichts auf um dein Gewissen zu erleichtern!

Im Endeffekt ist es umwelttechnisch immer besser, ungenutzte und ungeliebte Dinge dem Recycling zuzuführen oder anders weiterzugeben, als sie zuhause in einer dunklen Ecke zu horden. Und wer weiß? Vielleicht freut sich jemand anderes über deine dritte Schöpfkelle oder dein fünftes Handyladekabel.

Minimalismus-Doku & Leseempfehlungen

  • Doku auf Netflix – Minimalism: A documentary about the important things
  • Marie Kondo – Magic Cleaning (The life-changing magic of tidying) bei Amazon *
  • The Minimalists – Minimalism bei Amazon *
  • Francine Joy – Aufgeräumt macht glücklich (The Joy of Less) bei Amazon *

Teste die Methoden doch einfach mal für einen Monat aus, und lass mich wissen, was sich für dich verändert. Ich freu mich von dir zu hören! 🙂

Viel Erfolg, deine Jane.

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